Herzenssache Natur

Nachhaltig Landwirtschaft zu betreiben bedeutet, verantwortungsvoll mit Natur und Umwelt umzugehen. Dazu tragen wir gern bei. Der Einsatz von Düngemengen und Spritzmittel wird bei uns streng kontrolliert. Glyphosat benutzen wir gar nicht. Zudem legen wir 5% unserer Gesamtfläche brach, um Natur Natur sein lassen zu können und pflegen unsere Knicks (Feld begrenzende Hecken), der Lebensraum vieler Tierarten. Aber wir tun noch mehr...

Blühweide

Insektensterben? Nicht mit uns! Wir haben ein ganzes Feld als insektenfreundliche Blühwiese, einer so genannten Bienenweide, gestaltet. Umrandet ist die Blühfläche von einem Grünstreifen und Heckenreihen, den Knicks. Nicht nur optisch ein Blickfang, sondern auch besonders gut dazu geeignet, Insekten Nahrung und Lebensraum zu bieten. Für Interessierte, die unser Vorhaben gern unterstützen möchten, bieten wir Patenschaften für die Fläche an.

Rapshonig von den eigenen Feldern

Wir arbeiten in jedem Jahr mit mehreren Imkern zusammen. Zur Blütezeit des Rapses stellen die Imker ihre Bienenvölker in unsere Rapsfelder. Dann summt und surrt es an allen Ecken. Einfach klasse. Ein Imker aus Niedersachsen kommt in dieser Zeit zu uns auf den Hof und zeigt den Gästen, wie das Honigschleudern abläuft und welche Schritte für die Honiggewinnung notwendig sind. Natürlich kann der Honig dann auch erworben werden. Honig von den eigenen Feldern – ein tolles Naturprodukt.

Vergessene Haus- und Nutztierrassen

Konventionelle Nutztierhaltung konzentriert sich auf wenige, ausgesuchte Rassen, die gute Erträge (viele Eier, besonders schnell wachsende Tiere) versprechen. Rassen, die weniger gute Ergebnisse erzielen, werden nicht genutzt und geraten nicht selten in Vergessenheit...sind sogar vom Aussterben bedroht. Wir möchten dazu beitragen, unseren Gästen einen Einblick in die Vielfalt von Haus- und Nutztierrassen zu geben, beispielsweise mit unserer bunten Hühnerschar, die weiße, hellbraune, dunkelbraune und sogar grüne Eier legt. Die Haltung alter Haustierrassen gehört bei uns ebenso dazu.

Jagd – Natur gezielt schützen

Als Jäger tragen wir dazu bei, die inseltypische Flora und Fauna zu erhalten. Das gezielte Bejagen von Füchsen trägt z.B. dazu bei, unsere artenreiche Vogelwelt zu schützen. Selten Arten, wie Uferseeschwalben, Feldlerche oder Kiebitz leben in unmittelbarer Nähe. Das soll auch so bleiben. Auf Fehmarn sind viele, viele Wildkaninchen und Feldhasen zu Hause. Enorme Schäden der Landschaft und rasante Krankheitsverbreitung wären ohne Jagd die Folge. Im November begleiten uns bei der Jagd Jäger aus Süddeutschland mit ihren Steinadlern und Habichten.

Ein Hof voller Schwalben

Von April bis September wohnen auf unserem Hof zahlreiche Rauch- und Mehlschwalben. Auch Mauersegler sind herzlich eingeladen, in speziell errichteten Nistkästen bei uns zu wohnen. Im Frühjahr bauen die Schwalben ihre Nester an den Dachvorsprüngen, so dass es rund um Schuppen und Scheune zwitschert. Insgesamt ca. 100 Nester!!! kann man dann bestaunen. Nachdem die Schwalben zweimal gebrütet haben, verlassen sie uns im September wieder und ziehen in wärmere Gebiete. Bis zum nächsten Jahr.